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Mechelen – Glockenspielstadt zwischen Brüssel und Antwerpen

Mechelen liegt strategisch günstig zwischen Brüssel und Antwerpen und ist eine der am besten gehüteten Geheimtipps Belgiens. Die Stadt mit rund 87.000 Einwohnern war im 16. Jahrhundert die Hauptstadt der Burgundischen Niederlande und Sitz Margaretes von Österreich. Heute begeistert Mechelen mit seiner kompakten Altstadt, der weltweit einzigen Carillon-Schule und einer bemerkenswerten kulinarischen Szene. Wer Mechelen besucht, entdeckt eine Stadt, die ihre reiche Vergangenheit bewahrt hat und gleichzeitig mit einer jugendlichen Dynamik in die Zukunft blickt.

Der niederländische Name Mechelen wurde im Französischen zu Malines, im Deutschen gelegentlich zu Mecheln. Diese sprachliche Vielfalt spiegelt die zentrale Rolle wider, die die Stadt über Jahrhunderte hinweg im europäischen Machtgefüge spielte. Als Sitz des Erzbischofs von Belgien ist Mechelen bis heute das geistliche Zentrum des Landes, und die Primas-Kathedrale St. Rombout thront majestätisch über den Dächern der Altstadt.

Einwohnerca. 87.000
ProvinzAntwerpen
RegionFlandern
Berühmt fürSt.-Rombouts-Kathedrale, Carillon-Schule, Brauerei Het Anker
Historische BedeutungHauptstadt der Burgundischen Niederlande
SpracheNiederländisch
ErzbistumSitz des Erzbischofs von Mechelen-Brüssel
FlussDijle (Dyle)
Zugverbindungca. 20 Min. nach Brüssel und Antwerpen
UNESCO-WelterbeTurm der St.-Rombouts-Kathedrale (Belfried)

St.-Rombouts-Kathedrale und ihr berühmter Turm

Der 97 Meter hohe Turm der St.-Rombouts-Kathedrale dominiert die Skyline Mechelens und ist von weitem sichtbar. Der ursprüngliche Plan aus dem 13. Jahrhundert sah einen 167 Meter hohen Turm vor – er wäre der höchste der Welt geworden. Obwohl die Bauarbeiten im 16. Jahrhundert zum Stillstand kamen und der Turm nie seine geplante Höhe erreichte, gehört er als Belfried zum UNESCO-Welterbe und beherbergt eines der berühmtesten Glockenspiele der Welt. Die 514 Stufen bis zur Spitze belohnen mit einem atemberaubenden Panoramablick über die flämische Ebene bis hin zu den Türmen von Brüssel und Antwerpen. Mehr über Carillons →

Im Inneren der Kathedrale befinden sich bedeutende Kunstwerke, darunter ein Gemälde von Anthonis van Dyck, das die Kreuzigung Christi darstellt. Die gotische Architektur mit ihren hohen Spitzbögen und den farbigen Glasfenstern schafft eine Atmosphäre von erhabener Stille. Der Bau der Kathedrale begann im Jahr 1200 und zog sich über mehrere Jahrhunderte hin, was die verschiedenen Baustile erklärt, die sich im Gebäude vereinen. Der heilige Rombout (Rumoldus), ein irischer Missionar des 8. Jahrhunderts, ist der Schutzpatron der Stadt, und seine Reliquien werden in der Kathedrale aufbewahrt.

Die Carillon-Tradition und die Königliche Glockenspierschule

Mechelen trägt den Beinamen Glockenspielstadt nicht ohne Grund. Die Stadt beherbergt die Königliche Glockenspierschule (Koninklijke Beiaardschool), die 1922 gegründet wurde und weltweit die einzige Hochschule ist, die sich ausschließlich der Ausbildung von Carillonneuren widmet. Studierende aus aller Welt kommen hierher, um die Kunst des Glockenspiels zu erlernen. Das Carillon der St.-Rombouts-Kathedrale umfasst 49 Glocken und zählt zu den klangvollsten Instrumenten seiner Art.

In den Sommermonaten finden regelmäßig Carillon-Konzerte statt, bei denen die Klänge der Glocken über die gesamte Altstadt hallen. Die Zuhörer versammeln sich auf dem Grote Markt oder in den umliegenden Gassen und lauschen den Melodien, die von klassischen Kompositionen bis zu zeitgenössischen Arrangements reichen. Diese lebendige Tradition hat Mechelen international bekannt gemacht und zum UNESCO-Weltkulturerbe der Belfried-Tradition beigetragen. Mehr über die belgische Carillon-Tradition →

Der Grote Markt – Herz der Stadt

Der Grote Markt bildet das pulsierende Zentrum von Mechelen. Der weitläufige Platz wird von prächtigen Giebelhäusern aus verschiedenen Jahrhunderten gesäumt, die ein malerisches Ensemble aus Gotik, Renaissance und Barock bilden. An der Ostseite erhebt sich das spätgotische Rathaus mit seinem unvollendeten Belfried aus dem 14. Jahrhundert, der später durch einen barocken Flügel ergänzt wurde. Die ehemalige Tuchhalle, die in das Rathaus integriert ist, erinnert an die wirtschaftliche Blütezeit der Stadt im Mittelalter.

Im Zentrum des Platzes befindet sich eine Statue der Margarete von Österreich, die an die glanzvolle burgundische Epoche der Stadt erinnert. Rund um den Grote Markt laden zahlreiche Cafés und Restaurants dazu ein, bei einem Gouden Carolus das Treiben zu beobachten. Besonders an Markttagen und während der Sommerfestivals verwandelt sich der Platz in eine lebhafte Bühne des öffentlichen Lebens.

Margarete von Österreich und der burgundische Hof

Als Statthalterin der Burgundischen Niederlande machte Margarete von Österreich Mechelen Anfang des 16. Jahrhunderts zur faktischen Hauptstadt der Region. Zwischen 1507 und 1530 regierte sie von hier aus ein Reich, das weite Teile der heutigen Benelux-Staaten umfasste. Ihr Palast, der Paleis van Margareta van Oostenrijk, ist ein herausragendes Beispiel der flämischen Spätgotik mit Elementen der aufkommenden Renaissance. Heute dient das Gebäude als Sitz des Gerichtshofs und kann teilweise besichtigt werden.

Der prachtvolle Hof von Busleyden (Hof van Busleyden), das Stadtpalais des humanistischen Gelehrten Hieronymus van Busleyden, wurde aufwändig restauriert und beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte der burgundischen Niederlande anschaulich erzählt. Busleyden war ein Freund des berühmten Humanisten Erasmus von Rotterdam und des englischen Staatsmanns Thomas Morus, die beide Mechelen besuchten. In Mechelen wurde damals Weltpolitik gemacht, und der junge Karl V. – der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches – wuchs hier unter der Obhut seiner Tante Margarete auf.

Karl V. und Mechelen

Karl V., geboren 1500 in Gent, verbrachte seine prägenden Kindheitsjahre am Hof von Mechelen. Margarete von Österreich erzog ihn mit großer Sorgfalt und bereitete ihn auf seine spätere Rolle als Herrscher über ein Weltreich vor. Die Verbundenheit Karls mit Mechelen spiegelt sich noch heute im Namen des berühmtesten Bieres der Stadt wider: Gouden Carolus – der Goldene Karl.

Brauerei Het Anker und Gouden Carolus

Die Brauerei Het Anker braut seit 1471 in Mechelen und ist damit eine der ältesten Brauereien Belgiens. Ihr berühmtestes Bier, Gouden Carolus, ist nach Karl V. benannt, der in Mechelen aufwuchs. Die Brauerei bietet Führungen mit Verkostung und betreibt seit 2010 sogar eine eigene Whisky-Destillerie, in der der Mechelse Single Malt hergestellt wird – ein bemerkenswerter belgischer Whisky, der aus dem gleichen Malz wie das Gouden Carolus Tripel gebrannt wird. Mehr über belgisches Bier →

Die verschiedenen Varianten des Gouden Carolus reichen vom bernsteinfarbenen Classic über das dunkle, komplexe Gouden Carolus Indulgence bis zum weihnachtlichen Noël. Die Brauerei betreibt auch das Grand Café Het Anker direkt neben dem Brauereigelände, wo Besucher die gesamte Bierpalette in historischem Ambiente genießen können. Das jährliche Bierfestival der Brauerei zieht Liebhaber aus ganz Europa an.

Kazerne Dossin – Holocaust-Museum und Gedenkstätte

In der ehemaligen Kaserne Dossin befindet sich ein eindrucksvolles Holocaust-Museum und eine Gedenkstätte von internationaler Bedeutung. Von hier aus wurden während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1942 und 1944 über 25.000 Juden und Roma in 28 Transporten in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur 1.207 von ihnen überlebten. Das moderne Museumsgebäude, das 2012 nach einem Entwurf des Architekten bOb Van Reeth eröffnet wurde, steht direkt neben der historischen Kaserne.

Das Museum beleuchtet nicht nur die Ereignisse in Mechelen, sondern behandelt auch die breiteren Themen Massenmord, Menschenrechte und die Mechanismen, die zu Völkermord führen. Die Ausstellung verbindet persönliche Schicksale mit historischen Dokumenten und zeitgenössischen Reflexionen. Kazerne Dossin gehört zu den wichtigsten Gedenkstätten Europas und erinnert auf eindringliche Weise daran, wohin Rassismus und Ausgrenzung führen können.

Die Dijle – Mechelens malerischer Fluss

Der Fluss Dijle (französisch Dyle) schlängelt sich in mehreren Armen durch das Stadtzentrum und verleiht Mechelen einen besonderen Charme. Die Uferpromenaden entlang der Haverwerf und der Nauwstraat gehören zu den stimmungsvollsten Ecken der Stadt. Im Sommer verwandeln sich die Flussufer in beliebte Treffpunkte, und die Terrassen der anliegenden Restaurants füllen sich mit Gästen, die den Blick auf die historischen Fassaden und das ruhig dahinfließende Wasser genießen.

Die Haverwerf, einst der Hafen der Stadt, an dem Hafer und andere Güter umgeschlagen wurden, ist heute eine der fotogensten Straßen Mechelens. Die bunten Giebelhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert spiegeln sich im Wasser der Dijle und schaffen ein Bild, das an eine kleinere Version von Brügge erinnert. Entlang des Flusses führen mehrere Spazier- und Radwege in die grüne Umgebung der Stadt.

Der Erzbischofssitz – geistliches Zentrum Belgiens

Mechelen ist seit dem 16. Jahrhundert der Sitz des Erzbischofs von Mechelen-Brüssel und damit das geistliche Zentrum des katholischen Belgiens. Der Erzbischofspalast befindet sich in unmittelbarer Nähe der St.-Rombouts-Kathedrale und ist ein imposantes Gebäude, das die kirchliche Macht über die Jahrhunderte verkörpert. Der jeweilige Erzbischof trägt den Titel Primas von Belgien und hat eine besondere Stellung innerhalb der belgischen Gesellschaft.

In der Vergangenheit spielte der Mecheler Erzbischofssitz eine entscheidende Rolle in den religiösen und politischen Auseinandersetzungen des Landes. Besonders im 19. und 20. Jahrhundert beeinflusste der sogenannte Mecheler Kreis die Ökumene-Bewegung und den Dialog zwischen Katholizismus und Anglikanismus. Kardinal Mercier, der während des Ersten Weltkriegs hier amtierte, wurde zu einer Symbolfigur des belgischen Widerstands gegen die deutsche Besatzung.

Spielzeugmuseum

Das Spielzeugmuseum (Speelgoedmuseum) ist ein Paradies für Familien. Auf mehreren Etagen werden Spielzeuge aus verschiedenen Epochen ausgestellt, von mittelalterlichen Holzfiguren bis zu modernen Videospielen. Interaktive Bereiche laden Kinder zum Mitmachen ein, und temporäre Ausstellungen beleuchten die kulturelle Bedeutung des Spielens in verschiedenen Gesellschaften. Ein großer Außenspielplatz rundet das Erlebnis ab.

Technopolis

Technopolis ist ein interaktives Wissenschaftszentrum, das Besucher aller Altersgruppen für Technik und Naturwissenschaften begeistert. Mit über 280 interaktiven Experimenten auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern können Besucher Phänomene der Physik, Chemie und Biologie spielerisch erleben. Regelmäßige Sonderausstellungen und Workshops machen Technopolis zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region.

Planckendael Zoo

Der Tierpark Planckendael liegt nur wenige Kilometer außerhalb von Mechelen und ist ein Schwesterpark des Antwerpener Zoos. Auf einem weitläufigen Gelände leben rund 5.000 Tiere aus allen Kontinenten in naturnahen Gehegen. Besonders die Bereiche für afrikanische und asiatische Tierarten sind beeindruckend gestaltet. Planckendael engagiert sich stark in internationalen Artenschutzprogrammen und bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten im Park.

Street Art in Mechelen

In den letzten Jahren hat sich Mechelen zu einem Hotspot der belgischen Street-Art-Szene entwickelt. Großflächige Wandgemälde zieren zahlreiche Hausfassaden in der Altstadt und in den angrenzenden Vierteln. Ein eigener Street-Art-Rundgang führt Besucher zu den eindrucksvollsten Werken lokaler und internationaler Künstler. Die Stadt fördert diese urbane Kunstform aktiv und vergibt Aufträge an Künstler, um kahle Wände in farbenfrohe Kunstwerke zu verwandeln.

Die Mechelner Tapisserietradition

Mechelen war über Jahrhunderte hinweg eines der bedeutendsten Zentren der europäischen Tapisseriekunst. Bereits im 15. Jahrhundert waren Mechelner Wandteppiche in ganz Europa begehrt und schmückten die Paläste von Königen und Fürsten. Die Bezeichnung Malines (der französische Name der Stadt) wurde zum Synonym für feinste Handwerkskunst in der Textilproduktion. Die Teppichweber von Mechelen verwendeten kostbare Materialien wie Seide und Goldfäden und schufen Werke von außergewöhnlicher Detailgenauigkeit.

Auch die Spitzenklöppelei hat in Mechelen eine lange Tradition. Die sogenannte Mechelner Spitze (Malines lace) war im 17. und 18. Jahrhundert eine der begehrtesten Spitzenarten Europas und wurde an den Höfen von Versailles und Wien gleichermaßen geschätzt. Im Hof van Busleyden-Museum können Besucher Beispiele dieser exquisiten Handwerkskunst bewundern und mehr über die wirtschaftliche Bedeutung erfahren, die die Textilproduktion für die Stadt hatte.

Stadterneuerung – eine flämische Erfolgsgeschichte

Mechelen gilt als eines der bemerkenswertesten Beispiele für erfolgreiche Stadterneuerung in Flandern. Noch in den 1990er Jahren litt die Stadt unter Verfall, hoher Kriminalität und Abwanderung. Unter dem langjährigen Bürgermeister Bart Somers, der ab 2001 amtierte, wurde ein umfassendes Sanierungsprogramm gestartet. Historische Gebäude wurden aufwändig restauriert, öffentliche Plätze neu gestaltet und die Innenstadt für Fußgänger und Radfahrer attraktiver gemacht.

Besonders bemerkenswert ist der Ansatz der sozialen Integration: Mechelen hat eine der vielfältigsten Bevölkerungen Flanderns, und die Stadtpolitik setzte auf Dialog, Bürgerbeteiligung und gezielte Investitionen in benachteiligte Viertel. Das Ergebnis ist eine Stadt, die heute als Modell für andere europäische Kommunen dient. Die Kriminalitätsrate sank deutlich, der Tourismus nahm zu, und Mechelen gewann mehrfach Preise für seine innovative Stadtentwicklung.

Mechelen zwischen Brüssel und Antwerpen

Die geografische Lage Mechelens auf halber Strecke zwischen Brüssel und Antwerpen ist seit jeher ein strategischer Vorteil. Bereits im Mittelalter kreuzten sich hier wichtige Handelsrouten, und die erste Eisenbahnstrecke Kontinentaleuropas, die 1835 eröffnet wurde, verband Mechelen mit Brüssel. Heute erreicht man beide Großstädte in nur etwa 20 Minuten mit dem Zug, was Mechelen zu einem idealen Ausgangspunkt für Erkundungen in der Region macht. Gleichzeitig profitiert die Stadt davon, dass sie abseits des Massentourismus liegt und ihren authentischen Charakter bewahrt hat.

Lokale Gastronomie und kulinarische Spezialitäten

Mechelen bietet eine lebendige gastronomische Szene, die von traditionellen flämischen Gerichten bis zu innovativer zeitgenössischer Küche reicht. Die Stadt ist besonders für ihre Verbindung zum Gouden Carolus-Bier bekannt, das in vielen lokalen Rezepten als Zutat verwendet wird – etwa in Stoofvlees (flämischem Schmorfleisch) oder in speziellen Bierpralinen der örtlichen Chocolatiers. Mehr über die belgische Küche →

Das Viertel rund um die Haverwerf und den Vismarkt (Fischmarkt) hat sich zu einem kulinarischen Hotspot entwickelt. Hier finden sich gehobene Restaurants neben gemütlichen Bistros und traditionellen Kneipen. Der wöchentliche Markt auf dem Grote Markt bietet regionale Produkte wie Käse, frisches Gemüse und handgemachte Wurstwaren. Die Mechelner schätzen ihre Frittüren ebenso wie ihre Sternerestaurants und pflegen eine Esskultur, die Genuss mit Geselligkeit verbindet. Mehr über die belgische Frittüren-Kultur →

Kirchen und sakrale Schätze

Neben der St.-Rombouts-Kathedrale besitzt Mechelen eine beeindruckende Dichte an historischen Kirchen. Die Onze-Lieve-Vrouw-over-de-Dijlekerk (Liebfrauenkirche jenseits der Dijle) beherbergt Peter Paul Rubens' berühmtes Triptychon Der wunderbare Fischfang. Die St.-Janskerk (Johanneskirche) bewahrt ein weiteres Meisterwerk von Rubens: Die Anbetung der Könige. Diese Konzentration flämischer Meisterwerke in den Kirchen einer einzigen Stadt ist außergewöhnlich und macht Mechelen zu einem bedeutenden Ziel für Kunstliebhaber. Mehr über flämische Kunst →

Die barocke Begijnenkirche im Großen Beginenhof erinnert an die einst blühende Beginenbewegung in der Stadt. Mechelens Beginenhöfe gehören zu den besterhaltenen in Flandern und vermitteln ein eindrucksvolles Bild vom Leben der frommen Frauen, die sich hier in klosterähnlichen Gemeinschaften zusammenschlossen. Mehr über belgische Beginenhöfe →

Gouden Carolus Biersorten

Die Brauerei Het Anker produziert eine Reihe preisgekrönter Biere. Der Gouden Carolus Classic ist ein dunkles belgisches Ale mit Noten von Karamell und dunklen Früchten. Das Gouden Carolus Tripel besticht durch seine goldene Farbe und komplexe Aromen. Das saisonale Gouden Carolus Noël (Weihnachtsbier) wird nur einmal im Jahr gebraut und ist bei Sammlern heiß begehrt. Alle Biere können in der Brauerei verkostet werden.

Mechelen per Rad

Mechelen ist eine äußerst fahrradfreundliche Stadt mit einem gut ausgebauten Netz an Radwegen. Die flache Topografie Flanderns macht das Radfahren zum Vergnügen, und entlang der Dijle führen malerische Routen ins Umland. Der Fernradweg Dijleroute verbindet Mechelen mit Löwen und führt durch grüne Auenlandschaften. Fahrräder können an mehreren Stationen in der Stadt gemietet werden.

Festivals und Veranstaltungen

Mechelen bietet das ganze Jahr über ein reiches Veranstaltungsprogramm. Das Maanrock-Musikfestival verwandelt die Innenstadt im August in eine große Freiluftbühne. Das Carillon-Festival zieht im Sommer Glockenspiel-Enthusiasten aus aller Welt an. Der Weihnachtsmarkt auf dem Grote Markt gehört zu den stimmungsvollsten in Flandern, und das jährliche Hanswijkcavalkade-Fest mit seinem historischen Umzug ist eine der ältesten Traditionen der Stadt. Mehr über belgische Feste →

Der Palast von Margarete

Der Palast von Margarete von Österreich (Paleis van Margareta van Oostenrijk) an der Keizerstraat ist ein architektonisches Juwel des Übergangs von Spätgotik zur Renaissance. Die filigrane Fassade mit ihren spitzbogigen Fenstern und dem kunstvoll verzierten Innenhof zeugt vom Geschmack einer der mächtigsten Frauen ihrer Zeit. Der Palast ist teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben am burgundischen Hof.

Mechelse Koekoek – das Mechelner Huhn

Eine besondere kulinarische Spezialität Mechelens ist das Mechelse Koekoek, eine traditionsreiche Hühnerrasse, die für ihr zartes, geschmacksintensives Fleisch bekannt ist. Das schwarz-weiß gesprenkelte Huhn wurde jahrhundertelang in der Region gezüchtet und galt als Delikatesse an den Tafeln des europäischen Adels. In den letzten Jahrzehnten wurde die Rasse wiederbelebt und wird heute von lokalen Züchtern und Restaurants gepflegt. Mehrere Gasthäuser in der Altstadt servieren Gerichte mit dem Mechelse Koekoek als saisonale Spezialität.

Mechelse Schäferhunde

Der Malinois, offiziell als Mechelner Schäferhund bekannt, ist eine der vier belgischen Schäferhundrassen und stammt ursprünglich aus der Region Mechelen. Die Rasse ist für ihre Intelligenz, Arbeitswilligkeit und Athletik bekannt und wird weltweit bei Polizei, Militär und Zoll eingesetzt. In Mechelen erinnern verschiedene Denkmäler an diese berühmte Hunderasse, und die Stadt ist stolz auf ihren vierbeinigen Namensgeber.

Mechelen entdecken – Tipps für Besucher

Mechelen ist perfekt für einen Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende: kompakt, fußgängerfreundlich und voller Überraschungen. Neben den genannten Highlights lohnen der Botanische Garten (Kruidtuin), einer der ältesten Botanischen Gärten Belgiens, das Spielzeugmuseum für Familien und die gemütliche Flusspromenade an der Dijle. Die Stadt erreicht man von Brüssel oder Antwerpen in nur 20 Minuten mit dem Zug. Die Touristeninformation am Grote Markt bietet kostenlose Stadtpläne und organisiert geführte Rundgänge zu verschiedenen Themen – von der burgundischen Geschichte über Street Art bis zur Bierkultur. Allgemeine Reiseinformationen für Belgien →